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Profil

Über 30 Jahre Software — und die Überzeugung, dass gute Software vor allem verständlich bleibt.

Ich schreibe seit über 30 Jahren Software — als Entwickler und Architekt. Seit gut 15 Jahren liegt mein Schwerpunkt auf verteilten Systemen, APIs und digitalen Produkten, die im Betrieb bestehen müssen. Mich reizt dabei nicht die größte Architektur, sondern die verständlichste, die das Problem noch trägt. Heute interessiert mich besonders, wie Fachdomäne, Produktentwicklung, Wissen und technische Umsetzung so zusammenkommen, dass Teams Schritt für Schritt liefern können.

Software30+Jahre Erfahrung
Digitale Produkte15+Jahre mit verteilten Systemen und APIs
Weitergeben2014–2024Workshops und Training

Produktentwicklung, Fachdomäne und Information

Technische Tiefe, Software- und Systemarchitektur sowie das Weitergeben von Wissen sind weiterhin mein Handwerk. Ich setze sie heute stärker in einen größeren Zusammenhang: Wie wird aus einer schwer greifbaren Fachdomäne ein verständliches Produkt, das ein Team Schritt für Schritt entwickeln und betreiben kann?

Scalable Product Development

Ich entwickle Produkt, Software- und Systemarchitektur gemeinsam. Kleine lieferbare Schritte, kurze Feedbackschleifen und ein System, das mit Produkt und Team wachsen kann, sind mir wichtiger als ein großer Zielentwurf.

Fachdomäne & DDD

Fachdomänenanalyse beginnt bei Sprache, Regeln, Entscheidungen und Verantwortungsgrenzen. Mit Domain-Driven Design werden daraus Modelle, APIs, Ereignisse und Code, deren Absicht erkennbar bleibt.

Wissen & Information

In der Wissens- und Informationsarchitektur ordne ich Quellen, Aussagen, Beziehungen und Versionen so, dass Menschen und Agenten damit arbeiten können, ohne den Kontext zu verlieren.

Semantik & Narrativ

Semantische und narrative Visualisierung beginnt für mich bei der Frage, die sie beantworten soll. Erst kommen Bedeutung, Belege und Erzählfolge; daraus entstehen passende Seiten, Reports, Diagramme oder Präsentationen.

Wie ich denke und umsetze

Gute Systeme entstehen selten am Reißbrett. Ich taste mich in kurzen Schleifen heran, schreibe Tests, bevor ich mir sicher bin, und werfe Code weg, sobald ich etwas Besseres verstanden habe. Wegwerfen ist kein Scheitern — es ist die schnellste Art zu lernen. In drei Jahrzehnten habe ich genug Technologiewellen kommen und gehen sehen, um zu wissen: Was bleibt, sind klare Schnitte, gute Namen und Systeme, die man auch nach Jahren noch versteht.

Zuhause bin ich in ereignisgetriebenen Architekturen: CQRS, Event Sourcing, Domain-Driven Design. Und in einem Stack, den ich in- und auswendig kenne — Node.js und TypeScript, GraphQL, React und SvelteKit, serverless auf AWS. Wichtig ist mir, dass die fachliche Absicht im Code sichtbar bleibt — durch klare Domänengrenzen, aussagekräftige Typen und kurze Feedbackschleifen. Zuletzt beschäftigt mich vor allem eine Frage: Wie bettet man KI so in ein System ein, dass man ihren Ergebnissen tatsächlich vertrauen kann?

Woran ich gerade arbeite

Mit WikiKit entwickle ich ein headless, KI-natives Wissenssystem für Menschen und Agenten. Es bewahrt Quellen unverändert, zerlegt Wissen in prüfbare Aussagen und verbindet jede Aussage mit ihrem Beleg. Entscheidend ist nicht, dass ein Modell eine Antwort erzeugt. Entscheidend ist, ob ihre Herkunft sichtbar bleibt und ein Mensch sie prüfen kann.

Daneben experimentiere ich mit einem KI-gestützten Segeltrainer. Er führt NMEA-Daten, Wetter und historische Fahrten zusammen, um Trimm und Manöver nachvollziehbar auszuwerten. Das ist ein persönliches Experiment, kein fertiges Produkt.

Woran man mich messen kann

Kleine Werkzeuge

Diese Seite läuft auf ContentKit, einem Publishing-Werkzeug, das ich selbst gebaut habe: Aus Markdown entstehen statische Seiten, Reports und semantische Präsentationen. ContentKit ordnet die Informationen und die Erzählung, rendert SVG- und PNG-Komponenten und veröffentlicht alles als unveränderlichen Release. Ein gutes Werkzeug löst einen klaren Teil eines Problems und bleibt dabei verständlich.

Open Source, in echter Nutzung

Mein Adapter sveltekit-adapter-aws bringt SvelteKit serverless auf AWS — inzwischen läuft er bei anderen in Produktion.

Schreiben seit 2014

Über hundert Beiträge zum Handwerk — von Katas über GraphQL und reaktive Architekturen bis zu Delivery, Teamarbeit und Produktdenken. Erklären zwingt zur Klarheit; das schärft auch den eigenen Code.

Weitergeben

Zehn Jahre lang, von 2014 bis 2024, habe ich Teams in Architektur, GraphQL, Node.js und Domain-Driven Design geschult — am liebsten an echten Problemen, nicht an Folien. Die Hands-On-Workshops dazu sind frei verfügbar. Heute gebe ich das in Code-Reviews, Pairing und gemeinsamer Architekturarbeit weiter.

Abseits vom Bildschirm

Wenn ich nicht am Code sitze, bin ich in den Alpen — auf dem Rennrad, an der Wand oder auf Skitour. Musik gehört genauso dazu: Gitarre und Klavier. Und im Sommer segle ich am liebsten mit meiner Seascape 24 SE auf Havel und Wannsee. Ob Berg, Instrument oder Boot — es ist dieselbe Lektion wie bei guter Software: gründliche Vorbereitung, kleine verlässliche Schritte und Respekt vor dem, was schiefgehen kann.

Kontakt

Ich freue mich über fachlichen Austausch und neue Perspektiven. Schreib mir gern: mike@mikebild.com — Berlin, Deutschland.